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“Glaubenskriege” im IT Bereich

Jeder kennt sie. “Glaubenskriege” im IT Bereich. Ob es nun der Streit Mac vs. PC oder Windows vs. Linux ist. Es gibt unzählige. Verfochten von den jeweiligen Anhängern. Was den einzelnen dabei motiviert kann ich nicht sagen und eigentlich ist es auch garnicht das Thema dieses Beitrags. Man möge mir verzeihen, dass ich deshalb jetzt nicht alle aufzähle.

Einen möchte ich allerdings mit einem kleinen Video würdigen, weil dieses Thema uns auch intern gut unterhalten hat.

Natürlich ist das ganze übertrieben. Aber die Grundaussage ist nicht von der Hand zu weisen. Es kann einem schon die ein oder andere schlaflose Nacht bereiten die ganzen Jars und Beans unter einen Hut zu bringen. Jetzt im Nachhinein kann ich darüber zum Glück lachen und wir sind auch wirklich sehr zufrieden mit der Java Plattform aber gerade die ersten Tage Entwicklungsserver aufsetzen haben mich teilweise an den Rand des Wahnsinns getrieben.

Das große Argument für Ruby on Rails ist ja immer Standardisierung. Durch das Festlegen aller Standards läuft das ganze wie auf Schienen. So jedenfalls die Theorie. Standardisierung kann die Entwicklung meiner Meinung nach vor allem am Anfang sehr beschleunigen. Aber ich sehe dabei auch zwei Nachteile die nicht von der Hand zu weisen sind. Zum einen kann der Standard niemals alles umfassen und deshalb wird man früher oder später immer anfangen müssen das Framework zu erweitern oder weitere Komponenten zu laden. Zum anderen verliert man dadurch aber auch an Flexibilität. Der Grund warum es verschiedene Möglichkeiten gibt etwas zu tun ist meistens, dass jeder Weg seine Vor- und Nachteile hat. Für das Privileg die Wahl zu haben bin ich durchaus bereit auch die Qual in Kauf zu nehmen.

Bei der Java Plattform ist allein die Konfiguration des Applikationsservers (in unserem Fall Tomcat) alles andere als intuitiv. Die verschiedenen XML Dateien verwirren am Anfang jeden und XML an sich ist ja nun auch nicht die beste Art um Informationen für Menschen lesbar zu machen. Aber wenn man das Konzept erstmal durchblickt hat und sich durch den Wust an Dokumentation gewühlt hat erkennt man die Möglichkeiten. Wobei man diese Möglichkeiten wohl eher nicht in einer der IKEA Anleitungen entdeckt. (2 Euro in die “Schlechte-Wortspiel-Kasse” geht klar)

Ich kann nur jedem dazu raten in kleinen Schritten vorzugehen. Erstmal Tomcat zum laufen bringen und dann ein erstes Projekt noch völlig ohne jegliche Zusätze starten. Wer beim ersten mal versucht alle Jars und Beans auf einmal in ein Projekt einzubinden wird bestenfalls wahnsinnig, aber ganz sicher nicht erfolgreich. Wahnsinnig erfolgreich…

Auch wenn mir natürlich nichts ferner liegt als einen “Glaubenskrieg” vom Zaun zu brechen, würden mich die Entscheidungsgründe und Meinungen anderer Web2.0 Startups brennend interessieren.