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Webmontag Bonn 04. August 2008

Gestern war es endlich mal wieder so weit. Im Cafe Podcast im schönen Bonn fand der nach offizieller (meiner) Zeitrechnung dritte Webmontag statt. Trotz des guten Wetters fanden sich auch diesmal wieder mehr als eine Hand voll Webinteressierte bzw. -affine Menschen.

Was mich besonders gefreut hat, es waren viele neue Gesichter dabei. Ein paar der üblichen Verdächtigen habe ich hingegen vermisst. Trotzdem hatten wir aber wieder einen netten Abend.

Mit insgesamt vier Vorträgen haben wir eine breitgefächerte Anzahl Themen angerissen.

Den Anfang, sozusagen zum warm werden, habe ich mit einem Spontanvortrag gemacht. Thema: Google App Engine und Facebook F8 in fünf Minuten.

Nach mir hat uns Oliver mit einem freien Vortrag zum Thema Google Knol die Unterschiede, Vor- und Nachteile zwischen Knol und der Wikipedia aufgezeigt.

Anschliessend hat uns Sonja mit ihrem Vortrag zum Thema Tagging im semantischen Web beglückt. Eigentlich garnicht auf den Vortrag vorbereitet konnten wir sie doch überreden uns an ihrem Theseus-Talente Gewinnerbeitrag teilhaben zu lassen.

Zum Abschluss hat uns Andreas noch, schamlos wie er sagt, sinnvoll wie ich finde, an die bald stattfindende FrOSCon erinnert. Vom 23. bis zum 24. August 2008 kann man für günstige 5 Euro Eintritt ein prall gefülltes Programm zum Thema Free- und Opensource Software geniessen. Ich habe fest eingeplant mich in St. Augustin blicken zu lassen. Freue mich auf ein paar bekannte Gesichter.

Im Anschluss an die Runde haben wir uns dann noch wirklich nett draußen an der angenehm frischen Abendluft unterhalten und ein paar Bierchen getrunken. Alles in allem also mal wieder ein voller Erfolg. Deshalb soll es bald auch wieder den nächsten Termin geben. Sobald ich diesen mit den Jungs vom Cafe Podcast fest gemacht hab erfahrt ihr natürlich hier im Blog, im Webmontag Wiki und ganz neu auch in der Webmontag Community davon.

Wie immer werde ich die Videos zu den Vorträgen nachreichen sobald Daniel mit seinem Meisterwerk fertig ist.

UPDATE:

Die Videos sind Online. Nr. 1 Sonjas Vortrag zum Thema “Semantisches Web” und Nr. 2 Mein Vortrag zum Thema Google App Engine und Facebook F8

Facebook Redesign, gute Neuigkeiten für F8 Entwickler?

Mit den neuen Profilseiten die für laut Netzwertig für nächste Woche angekündigt sind könnte sich auch für Anwendungsentwickler einiges ändern. So wie es momentan aussieht könnte es möglich werden, die eigenen Anwendungen auf voller Seitenbreite darzustellen und nicht wie vorher auf mickrige 624 Pixel beschränkt zu sein. Mit dem neuen Design könnte bis zu 930 Pixel möglich werden.

Für uns wäre das natürlich ein großer Vorteil weil wir dadurch unsere Bilder und Videos wesentlich breiter anzeigen könnten.

Darüber hinaus ermöglicht das neue Design mit seiner unaufdringlichen Headerleiste eine viel bessere Anpassung des Wettbewerbsdesigns an die Corporate Identity des Wettbewerbsveranstalters. Dadurch würde sich der Marketingeffekt enorm erhöhen. Vorher wirkten Anwendungen die nicht im Facebook Design gehaletn waren wie Fremdkörper, dadurch, dass sie an drei Seiten von Facebook Design umgeben waren. Durch die einfach blaue Leiste oben und lediglich die Chatleiste unten gibt man den Entwickler viel mehr Freiheiten.

Anbei füge ich noch zwei Screenshots von unserer Facebook Anwendung die sich gerade in der Entwicklung befindet. Einmal im alten Facebook Design und einmal im neuen. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es noch nicht möglich zu sein die Anwendung in voller breite darzustellen. Der große weiße Raum auf der rechten Seite bietet sich aber an die Anwendung zu verbreitern. Wahrscheinlich wird Facebook noch etwas Platz für Werbebanner benötigen, aber auch dann wäre noch genug Platz damit die Anwendungen mehr in die Breite wachsen können.

Facebook Anwendungen im neuen DesignFacebook Anwendungen im alten Design

Ich halte das Redesign für den richtigen Schritt. Zum einen werden die absolut unübersichtlichen Profile entwurstet und zum anderen gibt man den Anwendungsentwicklern mehr Freiheiten und Möglichkeiten ihre Anwendungen angemessen zu präsentieren. Hoffentlich erkennt Facebook diese Möglichkeit und lässt das Design wie es momentan in der Vorschau aussieht. Es könnte Facebook im Kampf um die vorherrschende Stellung im Bereich der Anwendungsschnittstellen für Drittentwickler die Vormachtstellung ermöglichen. Bereits jetzt halte ich f8 für die beste Plattform. Opensocial lockt zwar mit dem versprechen Anwendungen auf verschiedenen Social Networks lauffähig zu machen, aber geht mit seinem Javascript basierten Ansatz meiner Meinung nach nicht weit genug. Ausserdem scheint es auf den ersten Blick so, als gäbe es verschiedene Open Social “Versionen”. Eine für myspace, eine für bebo und so weiter. Wenn man als Entwickler dann wieder auf die Eigenarten der einzelnen Social Networks eingehen muss, ist das Argument eine gemeinsame Schnittstelle zu haben schon wieder nur noch halb so interessant.