Archive for the 'Veranstaltungen' Category

Neuer Termin Webmontag Bonn

Nur damit man mir nicht wieder vorwirft, ich hätte es niemandem verraten. Der nächste Webmontag in Bonn findet am:

01. Dezember 2008 ab 19:00 Uhr im Cafe Podcast in Bonn statt.

Kommt zahlreich und vor allem, sagt den Termin weiter. Alle weiteren Infos wie immer im Webmontag Bonn Wiki.

EASN Roundtable II

Am Samstag war ich also auf der EASN Roundtable Nummero 2 im Neven DuMont Haus in Köln. Eingeladen hat Andreas von EASN und DuMont Venture war so freundlich die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Die EASN Roundtable ist als Networking Event für Unternehmensgründer konzipiert. Neben Vorträgen, diesmal waren es zwei, gibt es immer eine ausführliche Diskussionsrunde. Die Diskussionsthemen orrientieren sich dabei natürlich an den Vorträgen, aber können auch durchaus einmal ein wenig abschweifen. Insgesamt, soviel kann ich schonmal vorweg schicken, war es sehr interessant.

Der erste Vortrag war von Jochen Krisch, den viele sicher von seinem Blog Exciting Commerce kennen werden. Er hat in seinem Vortrag Chancen und Trends von neuartigen E-Commerce Modellen aufgezeigt. Anschliessend in der Diskussion sind auch von Seiten der Teilnehmer dazu noch wirklich interessante Beiträge gekommen. Insgesamt, hatte ich das Gefühl, waren relativ viele Gründer mit Geschäftsmodellen aus dem E-Commerce da.

Der zweite Vortrag war von Thomas Bachem alias Tom von sevenload. Er hat zum Thema Skalierung eines Startups vorgetragen, dabei sich aber auf die unternehmerische Seite konzentriert und den technischen Aspekt nur kurz am Beispiel von sevenload erläutert. Im Anschluss hat er noch aus dem Nähkästchen geplaudert und so tolle Einblicke in die Anfangszeit, die Entwicklung und den Status Quo von sevenload gegeben.

Wie bereits erwähnt war ich sehr angetan von der Veranstaltung, habe mich mit verschiedenen interessanten Themen, gerade aus dem Bereich E-Commerce, zum ersten mal auseinandergesetzt und sicher einiges gelernt. Genau so soll es sein. Ganz nebenbei habe ich dann direkt noch neue Menschen kennen gelernt. Was will man mehr?

Vielen Dank nochmal an Andreas, der sich die Mühe gemacht hat, seine bessere Hälfte die tatkräftig geholfen hat und auch an Philipp im Namen von DuMont Venture. Das mit der Klimaanlage erwähnen wir einfach nicht weiter! (Kleiner Insider)

Gerne verlinke ich auch die Startups und Blogs der einzelnen Teilnehmer, wenn gewünscht einfach in den Kommentaren melden.

Networking

Los gehts am Samstag 11.10.2008 mit dem zweiten EASN Roundtable. Dort werde ich anzutreffen sein und bin zum einen auf die Vorträge gespannt, freu mich aber auch das ein oder andere bekannte Gesicht nochmal wieder zu treffen. Nachdem ich dem ersten Roundtable letztes Jahr nicht beiwohnen konnte weil ich in Florida sein musste…

Die Woche drauf treibe ich mich dann auf dem O2 HostingEvent rum, das ist glaube ich am 16.10.2008. Da, muss ich ganz ehrlich sagen, geh ich eigentlich nur wegen der Einladung hin. Ich erwarte prinzipiell eine Werbeveranstaltung, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Aber auch da hab ich auf der Gästeliste schon ein paar mir bekannte Namen entdeckt. Also wird schon werden.

Zu beiden Veranstaltungen werde ich natürlich hier an dieser Stelle Feedback liefern sobald ich wieder da bin. Für beide Veranstaltungen musste man die Tickets über Amiando buchen. Beim ersten hatte ich noch größere Probleme, bei denen mir die Amiando Jungs aber direkt weiter geholfen haben und den Fehler mit Hilfe meines Screenshots auch schnell gefixt haben. Trotzdem bleibt ein kleiner Kritikpunkt meinerseits, ich finde das sind definitiv zu viele Formularfelder. Hab die Anmeldung für den Roundtable heute von meinem Handy aus gemacht, und das hat sicher 8-10 Wizardsteps und 20 Minuten gedauert.

Das kann man doch sicher irgendwie optimieren oder?

FrOSCon08 Keynote Sonntag: Rasmus Lerdorf - Simple is Hard

Rasmus Lerdorf bei seinem Vortrag auf der FrOSCon2008Die Keynote am Sonntag hielt Rasmus Lerdorf, seines Zeichens “Erfinder” von PHP. Zwar verwenden wir für myPEAK.net ja bekanntlich Java als Programmiersprache, trotzdem darf man aber ja durchaus auch mal über den Tellerrand schauen.

Rasmus Lerdorf hat in seinem Vortrag Simple is Hard dann auch mit dem Vorurteil, dass PHP langsam sei aufgeräumt. Als Entwickler bei Yahoo hat er auch mit Sicherheit einige Erfahrung im skalieren von Webanwendungen. Ich hab gehört Yahoo hat da so ein oder zwei mit durchaus beeindruckenden Besucherzahlen aufzuweisen.

Um seinem Worten auch Taten folgen zu lassen hat er dann am Beispiel von Laconica, dem Opensource Twitter Klon, gezeigt, dass das Problem nicht PHP selbst ist, sondern das was die Leute damit machen. Nachdem er Laconica mit nur wenigen relativ einfachen Änderungen um ein vielfaches beschleunigt hatte, hat er sich einem weiteren Problem zugewendet. Frameworks, seiner Meinung nach das größte Problem und ausserdem völlig unnötig.

Mit acht verschiedenen Frameworks für PHP hat er eine einfach Hello World Seite generieren lassen. Die statische Auslieferung der Seite war verglichen mit reinem PHP Code nur unwesentlich schneller und lag auf der virtuellen Maschine die zum Test diente bei ca. 600 Aufrufen pro Sekunde. Eines der Frameworks schaffte es, genau die selbe Seite auf genau der selben virtuellen Maschine derart zu optimieren, dass nur noch ca 30 Aufrufe pro Sekunde möglich waren. Das hat natürlich seine Wirkung gezeigt. Der Fairness halber muss man aber auch sagen, es gab durchaus ein paar Frameworks bei denen das Ergebnis nicht ganz so dramatisch ausgefallen ist.

Das ein Framework Overhead mit sich bringt ist denke ich jedem klar. Man sollte nur bei der Auswahl des Frameworks darauf achten, ob die Vorteile die man gewinnt diesen Overhead rechtfertigen. Darüber hinaus sollte man sich vielleicht von den ganz langsamen Frameworks fern halten. Die Gründe warum die einzelnen Frameworks so langsam sind hat er auch relativ detailliert analysiert. Häufig lag es wohl an schlechter Programmierung.

Alle FrOSCon 2008 Vorträge wurden per Video aufgezeichnet. Sobald ich die Links dazu habe reiche ich diese hier nach. Dann könnt ihr euch den wirklich interessanten und unterhaltsamen Vortrag selbst ansehen.

Bilder von der FrOSCon 2008 können in der Gallery angesehen und auch selbst hochgeladen werden.

Bildquelle: FrOSCon Gallery 2008

FrOSCon08: Versionsverwaltung mit Bazaar

Wir sind dieses Wochenende auf der FrOSCon 2008 in St. Augustin bei Bonn. Die FrOSCon ist eine Konferenz zum Thema freie und Open Source Software.

Neben einem Vortragsprogramm zu den verschiedensten Themen bietet die FrOSCon, die bereits zum Dritten mal stattfindet, den Besuchern Workshops, Stände und ein gelungenes Rahmenprogramm. Gestern Abend hatten die Veranstalter zum Social Event eingeladen. Mit Grillfleisch, Würstchen, Bier, Cocktails und Musik war dabei für alles gesorgt.

Mit Git, Mercurial und Bazaar gibt es drei große Vertreter von verteilten Versionskontrollsystemen. Der erste Vortrag den wir uns am Sonntag angehört haben war von Lenz Grimmer zum Thema bzr - The Bazaar source revision control system - An Introduction.

Dabei wurde übersichtlich und verständlich das Grundkonzept von Bazaar gezeigt, es wurden Besonderheiten aufgeführt und Vorteile und Schwächen diskutiert.

Im Gegensatz zum altehrwürdigen CVS und auch zum unter dem Motto A better CVS angetretenen SVN benötigen Bazaar, genauso wie Git und Mercurial, keinen zentralen Server. Die Revisionskontrollinformationen werden im Verzeichnis selbst, bei Bazaar in .bzr, gespeichert. Auf diese Weise eignet sich Bzr für eine Vielzahl von Anwendungsfällen auch über die Softwareentwicklung hinaus. Z.B. lässt sich damit auch wunderbar die Änderung an Konfigurationsdateien in Verzeichnissen wie /etc o.Ä. verfolgen.

Dadurch, dass es keinen zentralen Server mehr gibt, gibt es verschiedene Möglichkeiten Änderungen am Quelltext mit anderen zu teilen. Da wären zum einen die Möglichkeiten push und pull. Diese setzen vorraus, dass man lesend, für pull, oder sogar schreibend, für push, auf das Verzeichnis mit dem Quelltext zugreifen kann. Dies kann über Samba, nfs oder jegliche andere Möglichkeiten geschehen. Ist ein Zugriff auf das Dateisystem nicht möglicht, gibt es mit send die Möglichkeit die Änderungen direkt per E-Mail zu senden. Dabei sendet Bazaar dann aber nicht nur einen Patch, den der Empfänger selbst einpflegen muss, sondern zum einen eine Übersicht der geänderten Dateiem im Text der E-Mail und als Anhang eine Datei die Bazaar direkt importieren kann.

Im großen und ganzen hat mich der Vortrag zu Bazaar überzeugt. Wir setzen bei uns momentan einen SVN Server ein um unsere Versionskontrolle zu machen. Das funktioniert auch soweit ganz gut, aber wenn man mal keinen Zugriff auf diesen Server hat, z.B. weil man grad im Zug sitzt hat man keine Versionskontrolle. Mit Bazaar kann man dann lokal arbeiten. Ausserdem gibt es ein Plugin für Bazaar, dass dieses mit einem SVN Server verbindet. Für die ganz mutigen gibt es auch ein Tool, dass ein bestehendes SVN Repository komplett in Bazaar umwandelt. Deshalb und auch weil man immer wieder darüber stolpert habe ich schon oft darüber nachgedacht auf eins der dezentralen System umzusteigen. Bisher aber immer den Aufwand, zum einen sich für eins zu entscheiden und dann aus dem bekannten System zu migrieren, gescheut. Wenn wir es diesmal dann tatsächlich tun, werden wir natürlich  hier nochmal von unseren Erfahrungen mit Bazaar im Einsatz berichten.

Alle Informationen zur Bzr findet man auf der Bazaar Homepage.

Zur Frage ob man nun Bazaar, Git oder Mercurial benutzen sollte hat der Referent eine einfache Antwort gegeben: Im Endeffekt spielt es keine große Rolle. Man sollte einfach das nehmen, was einem am besten gefällt. In seinem Fall ist das Bazaar.

Bildquelle: Bazaar Logo

Webmontag Bonn 04. August 2008

Gestern war es endlich mal wieder so weit. Im Cafe Podcast im schönen Bonn fand der nach offizieller (meiner) Zeitrechnung dritte Webmontag statt. Trotz des guten Wetters fanden sich auch diesmal wieder mehr als eine Hand voll Webinteressierte bzw. -affine Menschen.

Was mich besonders gefreut hat, es waren viele neue Gesichter dabei. Ein paar der üblichen Verdächtigen habe ich hingegen vermisst. Trotzdem hatten wir aber wieder einen netten Abend.

Mit insgesamt vier Vorträgen haben wir eine breitgefächerte Anzahl Themen angerissen.

Den Anfang, sozusagen zum warm werden, habe ich mit einem Spontanvortrag gemacht. Thema: Google App Engine und Facebook F8 in fünf Minuten.

Nach mir hat uns Oliver mit einem freien Vortrag zum Thema Google Knol die Unterschiede, Vor- und Nachteile zwischen Knol und der Wikipedia aufgezeigt.

Anschliessend hat uns Sonja mit ihrem Vortrag zum Thema Tagging im semantischen Web beglückt. Eigentlich garnicht auf den Vortrag vorbereitet konnten wir sie doch überreden uns an ihrem Theseus-Talente Gewinnerbeitrag teilhaben zu lassen.

Zum Abschluss hat uns Andreas noch, schamlos wie er sagt, sinnvoll wie ich finde, an die bald stattfindende FrOSCon erinnert. Vom 23. bis zum 24. August 2008 kann man für günstige 5 Euro Eintritt ein prall gefülltes Programm zum Thema Free- und Opensource Software geniessen. Ich habe fest eingeplant mich in St. Augustin blicken zu lassen. Freue mich auf ein paar bekannte Gesichter.

Im Anschluss an die Runde haben wir uns dann noch wirklich nett draußen an der angenehm frischen Abendluft unterhalten und ein paar Bierchen getrunken. Alles in allem also mal wieder ein voller Erfolg. Deshalb soll es bald auch wieder den nächsten Termin geben. Sobald ich diesen mit den Jungs vom Cafe Podcast fest gemacht hab erfahrt ihr natürlich hier im Blog, im Webmontag Wiki und ganz neu auch in der Webmontag Community davon.

Wie immer werde ich die Videos zu den Vorträgen nachreichen sobald Daniel mit seinem Meisterwerk fertig ist.

UPDATE:

Die Videos sind Online. Nr. 1 Sonjas Vortrag zum Thema “Semantisches Web” und Nr. 2 Mein Vortrag zum Thema Google App Engine und Facebook F8

Friendfeed Raum für den Webmontag in Bonn

Friendfeed ist wahrscheinlich neben Twitter einer der meisterwähnten Dienste überhaupt. Ich für meinen Teil bin mir noch nicht ganz sicher wie ich der Informationsflut genau Herr werden kann und werde, aber grundsätzlich glaube ich entwickelt sich das ganze in die richtige Richtung.

Um die Informationen, Bilder, Berichte und alles weitere über den Webmontag in Bonn an einer zentralen Stelle zu sammeln habe ich jetzt Testweise mal einen Raum bei Friendfeed angelegt. Natürlich ist jeder herzlich eingeladen dort alles was er für relevant hält zu verlinken. Auch kann dort besser diskutiert werden als dies im Wiki möglich ist.

Ich hoffe auf rege Beteiligung und werde selbst versuchen alle Inhalte die ich finde dort zu verlinken. Auf das sich eine zentrale Anlaufstelle bildet.

Guter zweiter Webmontag in Bonn

Gestern hat der zweite Webmontag in Bonn stattgefunden. Die Resonanz war auch diesmal wieder gut, wenn auch etwas weniger Leute als beim ersten mal da waren. In kleiner Runde ganz am Ende haben wir die Verantwortung dafür auf den Twitterdatenbankausfall geschoben.

Vorträge gab es diesmal drei. Als erstes hat uns Fukami das Entwicklungskonzept SDL (Security Development Lifecycle) vorgestellt. Als nächstes hat uns dann Holger mypartysms.com vorgestellt und zu guter Letzt hat uns Felix openID im Allgemeinen und speziell mymobile-ID vorgestellt. Im empulse Blog gibt es auch einen Bericht zum gestrigen Webmontag.

Wie auch beim letzten mal wurden die Vorträge aufgezeichnet und die Links werden nachgereicht sobald die Videos online sind und der Vortragende in die Veröffentlichung eingewilligt hat.

Vielen Dank nochmal an alle Vortragenden und auch an alle Teilnehmer. Bleibt mir nur noch zu sagen, dass der Termin für den nächsten Webmontag innerhalb der nächsten Tage festgelegt wird und ich mich wieder auf rege Teilnahme freue.

2. Webmontag in Bonn

Morgen am 2. Juni 2008 ist es wieder so weit. Der zweite Webmontag in Bonn lädt alle Internetaffinen zum geselligen Miteinander ein.

Nach dem großen Erfolg beim ersten mal hoffen wir natürlich auch diesmal wieder auf rege Beteiligung. Zum jetzigen Zeitpunkt ist lediglich ein Vortrag angekündigt. Aber das muss nichts heissen. Webmontage sind allg. sehr spontane Veranstaltungen und auch beim letzten mal haben sich sogar während der Veranstaltung noch 2-3 weitere kurzentschlossene die Ehre gegeben.

Neben den Vorträgen ist es aber gerade auch die Möglichkeit viele der Kontakte aus diversen sozialen Netzwerken endlich mal oder mal wieder im echten Leben zu treffen.

Ich jedenfalls freue mich jetzt schon auf viele nette Gespräche und kann nur nochmal dazu aufrufen jedem den ihr kennt bescheid zu sagen. Umso mehr kommen, desto besser!

P.S.: Ich habe was die Zählung der Webmontage in Bonn angehet beschlossen den “ersten” nicht zu zählen. Was ein Webmontag ist definiert sich über die Teilnehmer die tatsächlich da waren und nicht danach welchen Namen eine Veranstaltung aufgedrückt bekommt. Jedenfalls ist das meine Meinung. Gegenstimmen gerne morgen im Cafe Podcast oder auch hier in den Kommentaren.

Fazit: Facebook Developer Garage Hamburg oder man soll den Tag nicht vor dem Abend loben

Aber halt, eigentlich wird andersrum nen Schuh draus. Aber fangen wir vorne an.

Wir sind also gestern um 4:00 Uhr aufgestanden und haben uns auf den Weg nach Hamburg gemacht. Trotz eines kleinen Staus kurz vor Hamburg weil auf der zweispurigen A1 ein LKW liegengeblieben ist sind wir in den Raum, haben uns hingesetzt und keine zwei Minuten später begann die Veranstaltung mit der Eröffnungsrede. Gutes Timing!

Eins möchte ich vorneweg nehmen, damit die Kritik die ich gleich äußern werde nicht dahingehend missverstanden wird ich würde die Veranstaltung insgesamt für schlecht halten. Das tue ich nicht. Allerdings gibt es durchaus Ansätze zur Verbesserung. Die Bemerkung von einem der beiden Facebook Repräsentanten (leider ist mir der Name entfallen), er hätte eine perfekt durchorganisierte Veranstaltung erwartet kann ich in keinster Weise unterschreiben. Ob er in dieser Hinsicht einfach andere Erwartungen stellt oder ob er die Wahrheit hinter die Höflichkeit gestellt hat wird wohl ungeklärt bleiben.

Fakt ist jedenfalls, dass der Veranstaltung durchaus chaotische Züge nachzusagen sind. So war die Agenda im Grunde genommen völlig unbrauchbar. Nicht nur, dass ich es für etwas eigenartig halte diese erst am Abend vor der Veranstaltung zu veröffentlichen, sondern vor allem weil dieser lediglich drei Informationen entnommen werden konnte. Die geplante Uhrzeit, die allerdings von Beginn an obsolet war. Der Name des Vortragenden und die Firma. Es gab also vor den Vorträgen keine Information dazu was einen denn erwartet. Das ist vor allem deswegen ärgerlich, weil es zwei Räume gab. Wonach soll man die Entscheidung treffen?

Durch die Zeitprobleme bedingt wurden die Vortragenden bei Beginn des Vortrags gebeten ihre Vorträge kürzer zu fassen. Teilweise wurden die für 20 Minuten angesetzen Vortrage dann nach sechs Minuten abgebrochen. Zum einen wirkte es auf mich alles andere als organisiert dies unmittelbar vor Vortragsbeginn live auf der Bühne zu machen. Zum zweiten hätte man selektieren sollen. Vorträge die Wissen vermitteln wollten hätte man bevorzugt behandeln sollen und dafür die unzähligen teilweise bestenfalls mittelmässigen Facebook Applikationen einfach auf 2-3 Minuten kürzen.

Damit sind wir auch schon bei meinem größten Kritikpunkt. Facebook Developer Garage ist der Name des Events. Developer Garage gibt dabei eine ganz klare Zielrichtung vor. Eine Veranstaltung für Entwickler. Die Veranstaltung war aber Meilenweit von diesem Ziel entfernt.

Nur ganz vereinzelt gab es Vorträge wo es tatsächlich um das Entwickeln mit der Facebook Plattform ging. Größtenteils wurden einfach nur die besagten Applikationen vorgestellt. Dabei gingen die Vortragenden aber grundsätzlich fast ausschliesslich auf ihr Geschäftsmodell ein. Für eine Entwicklerveranstaltung ist dies aber die völlig falsche Art von Vorträgen. Meiner Meinung nach kann das auch nicht im Sinne von Facebook sein. Laut Handzeichen war doch der Großteil der Besucher Entwickler und man hätte diesen technische Informationen und Kniffe an die Hand geben können um ihnen so die Einarbeitung in die API zu erleichtern und damit die Entwicklungszeit neuer Applikationen zu verkürzen. Das Facebook scharf auf diese Applikationen ist, ist ein offenes Geheimnis und zeigt sich nicht zuletzt in dem Wettbewerb der speziell für Applikationen in deutscher Sprache gestartet wurde.

Jetzt kommt allerdings der Titel ins Spiel, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, allerdings hatte ich bis kurz zum Schluss noch garnicht gelobt. Eher sollte man eine Veranstaltung nicht vor dem Ende verteufeln, denn es kann ja noch besser werden. Im Prinzip hat die Keynote von Salim Ismail fast die komplette Veranstaltung gerettet. Es war im übrigen auch der einzige Vortrag der den Namen Titel Keynote verdient hat obwohl auch noch ein paar andere wichtige Herren angebliche solche gehalten haben. Vielleicht war ich aber auch nur einfach zu dem Zeitpunkt im falschen Raum, weil gerade im große später die Vorträge auch nichtmal mehr in der Reihenfolge waren, wie sie in der Agenda angekündigt waren.

Die Verköstigung war übrigens gut, da gab es wirklich nichts zu meckern und wie gesagt ist eine solche Veranstaltung gut und wichtig. Meiner Meinung nach würde sie mit besseren Informationen bezüglich der Vorträge und insbesondere Themen und einem klaren Fokus auf Entwickler allerdings wesentlich mehr bringen. Alles andere ist dann quasi reine Übungssache. Gerade vor dem Hintergrund, dass die next08 heute einen Tag nach der Developer Garage stattfindet hätte man durch einen klaren Fokus auf Entwicklerthemen eine klare Abgrenzung und somit ein Alleinstellungsmerkmal. In der jetzigen Form war die Garage lediglich eine Art Vorveranstaltung die viele wahrscheinlich nur mitgenommen haben weil sie halt eh am nächsten Tag in Hamburg sind. Dafür ist das Thema aber eigentlich zu schade, Anwendungsentwicklung für soziale Netzwerke hat durchaus Potential. Eine solche Veranstaltung muss diesem gerecht werden.

Hinweisen möchte ich an dieser Stelle noch auf das Blog von Jan Schmidt ( Schmidt mit Dete) der selbst einen der besseren Vorträge auf der Veranstaltung gehalten hat, auch wenn dieser ebenfalls nicht technisch war.